Das Indexgeschäft von Dow Jones wird verkauft
Für die Dow Jones Papiere bietet die weltgrößte Terminbörse aus Chicago bis zu 700 Millionen Dollar. Seit 2007 gehört ein Nachrichtendienst, eine Tageszeitung und das Indexgeschäft zu einem großen US-Medienkonzern.
Offenbar steht dieses Geschäft kurz vor dem Abschluss. Denn das Indexgeschäft des US-Medienkonzerns, zu dem beispielsweise ein lukrativer Dowjones Index gehört, soll von der weltweit größten Terminbörse aus Chicago erworben werden. Zahlen will die Terminbörse aus Chicago bis zu 700 Millionen Dollar beziehungsweise 504 Millionen Euro. An einen schweizer und einen deutschen Börsenbetreiber war eine Tochtergesellschaft des Medienkonzerns bereits im November 2009 veräußert worden. Nachdem ein Konkurrent des Unternehmens aus Chicago die Rechte an anderen lukrativen Indizes gekauft hatte, war man in Michigan mächtig unter Druck geraten.
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Ein Analyst in New York erklärte, dass man so etwas wie ein Patent besitze, wenn man einen Index hat. Schließlich verfüge man dann über die Lizenz zum Handeln. Aktien, mit denen jeder handeln könne, seien bloß ein Stück Papier, ein Index jedoch sei ein richtiger Wert. Seit 2007 gehört das Indexgeschäft des Dow Jones dem Medienkonzern. Dessen Chef kaufte das Verlagshaus Dowjones, zu dem neben einem Nachrichtendienst auch eine bekannte Tageszeitung gehört. Dafür blätterte der Australier 5,2 Milliarden Dollar hin.
Rund 130.000 Indizes werden vom Dow-Jones zu betreut. In New York startete die 1882 im Big Apple gegründete Firma mit der Verbreitung handschriftlicher Übersichten zum Anleihen- und Aktienhandel. Ein Nachrichtenblatt, aus dem sich später eine sehr renommierte Börsengazette entwickelte, erschien erstmals im Jahr 1883. Insider erklärten, dass der beabsichtigte Zukauf des Unternehmens aus Chicago auch dazu dienen könnte, dass man für den Börsenbetreiber neue Einnahmequellen erschließen wolle. Die Terminbörse aus Chicago hält einen Marktanteil von 98% im US-Terminmarkt. Ein Anbieter von Preisinformationen für Kreditauswahlswaps wurde 2008 auch schon von der Firma aus Chicago übernommen. Damit konnte man mit außerbörslich gehandelten Terminkontrakten in den Markt expandieren.
Man darf gespannt sein, wie es mit dem Indexgeschäft von Dow-Jones nach dem Verkauf weitergeht. Die Chicagoer Terminbörse setzt jedenfalls alles daran, den Deal abzuschließen.
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