Alles Wissenswerte zum Thema Zinsertrag berechnen

Manchmal ist es nötig, im Vorfeld zu wissen, mit welchen Zinsen man rechnen muss. Es gibt für die unterschiedlichen Finanzmärkte auch verschiedene Regelungen, die jeweils angewendet werden.

 

Als Zinsertrag wird der Geldwert bezeichnet, den man erhält, wenn man einen festgelegten Betrag über einen bestimmten Zeitraum verzinst. Dies erfolgt sowohl bei ­Geldanlagen, als auch bei Darlehen oder Hypotheken. Der wesentliche Unterschied zwischen dem sogenannten Finanzmarkt und Geldmarkt liegt in der zugrunde liegenden Zeitspanne, mit der gerechnet wird. Der Finanzmarkt, der sich mit Krediten und sonstigen Geldbeschaffungsmaßnahmen beschäftigt, berechnet den Zinsertrag mit der tatsächlichen Anzahl von Tagen in einem Jahr. Das sind im Schaltjahr 366 Tage und sonst 365. Im Geldmarkt, in dem man sich mit Sparanlagen befasst, und bei Hypotheken rechnet man mit 360 Tagen im Jahr, sodass zum Beispiel 2 Monate mit 60 Tagen gleichbedeutend sind. Das sieht auf dem ersten Blick nicht sehr unterschiedlich aus, hat aber in der Praxis gravierende Auswirkungen.

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Bei Sparanlagen, die ein Jahr oder länger angelegt sind, ist der Zinsertrag für beide Methoden nicht verschieden. Die Regelung hat nur Auswirkungen, wenn man sein Kapital kürzer als ein Jahr anlegt. Bei Darlehen und Hypotheken gilt das Gleiche. Wenn man zum Beispiel sich für ein halbes Jahr 10.000 Euro zu einem Zinssatz von 7,5% von einer Bank leiht, dann zahlt man für den ersten Monat nach der Variante mit den tatsächlichen Tagen 61,14 Euro und nach der zweiten Variante 62,50 Euro. Dieses Beispiel zeigt, dass die oben genannte Regelung für den Nutzer eher gewinnbringend ist, auch wenn es zu Beginn nicht den Anschein machte.

Doch wie funktioniert denn nun die Berechnung des Zinsertrages? Angenommen man leiht sich den oben genannten Betrag für ein halbes Jahr von einer Bank. Dann kommt es nun darauf an, welche Monate in diesem Halbjahr vorkommen. Im günstigsten Fall sind ­das 181 Tage, wenn der Monat Februar darunter fällt. Nun dividiert man die geliehene Summe durch Hundert und multipliziert den Zinssatz. Das so erhaltene Produkt wird nun mit dem Quotienten aus 30 und 362 multipliziert. 362 Tage ergeben sich aus 181 mal 2, da es sich ja um ein halbes Jahr handelt. So bekommt man in unserem Beispiel einen Zinsertrag von 62,15 Euro heraus. Dieser stellt natürlich in diesem Fall einen Gewinn für die Bank dar.

Nun legen wir einen bestimmten Betrag für ein halbes Jahr auf ein Sparbuch fest. Dann müssen wir zu unserem Produkt den Quotienten aus 180 und 360 multiplizieren, da es sich ja um 6 Monate mit je 30 Tagen handelt. In unserem Beispiel ­ist das ­ein Zinsertrag von 375 Euro in dem halben Jahr und 62,50 Euro pro Monat. Dies ist jetzt natürlich der Gewinn des Anlegers. Alles in allem muss man sagen, dass es hin und wieder sehr kompliziert erscheinen kann, wenn man sich mit solchen Themen auseinandersetzen muss. Doch für solche Berechnungen gibt es ja den Bankangestellten oder einen Onlinerechner im Internet, der diese Berechnungen sehr exakt erledigt. Man muss kein Finanzgenie sein, um den Zinsertrag des eigenen Vermögens berechnen zu können.

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